Verändern: Vom Greenpeace-Aktivisten zum Politiker

Seit meiner Jugend suchte ich nach vielen Arten Veränderung zu bewirken. Erst als Konsument über die Nachfrage. Deshalb versuchte ich nur noch fair und ökologisch produzierte Kleider zu kaufen. Doch da merkte ich, dass dies oft gar nicht oder nur zu sehr hohen Kosten möglich ist. Mir wurde klar, dass auch das Angebot verändert werden muss. Und das geht nur über die Politik. Doch wie verändert man die Politik? Zunächst war der Aktivismus das Mittel der Wahl. Mit Greenpeace kettete ich mich aus Protest gegen den Erdölmulti Esso vor deren Hauptquartier in England oder besetzte das AKW Leibstadt, um auf die Sicherheitsgefahr hinzuweisen. Mit den Jungen Grünen folgten zahlreiche kleinere, aber zumindest medial nicht minder erfolgreiche Aktionen. Doch mit der Zeit zog es mich immer mehr in die klassischen politischen Diskussionen. Ich wollte nicht nur protestieren, sondern auch argumentieren und Lösungen einbringen. So kam es, dass ich erst Mitgründer der Jungen Grünen und mit 26 Jahren überredet wurde für den Gemeinderat zu kandidieren. Prompt wurde ich gewählt. Und bereits ein Jahr später kandidierte ich hoch motiviert und erfolgreich für den Nationalrat.

Erläuterung an PK in Zürich

Nun bin ich seit mehr als 8 Jahren im Nationalrat und in dieser Zeit hat sich meine Art Veränderungen zu bewirken verändert. Während ich früher stärker auf etwas provokative Forderungen und öffentliche Aufmerksamkeit setzte, versuche ich heute mehr auch im Stillen zu wirken. Sei es beim Entwicklen von Kampagnen für grüne Anliegen oder mit Gesprächen und Interventionen im Parlament.

Die Grünen sind dabei zu meiner politischen Heimat geworden. Bei ihnen fühle ich mich unter Gleichgesinnten, mit denen ich zusammen für die gemeinsame Ziele streite. Doch in der Politik habe auch ich auch gelernt: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Daher versuche ich so gut wie möglich mit anderen politischen Kräften zusammen statt gegeneinander zu arbeiten. Meine Leitlinie ist es, das Gemeinwohl und den Fortschritt unseres Landes über politische Egoismen und Grabenkämpfe zu stellen. Als Politiker ist es meine Verantwortung gegenüber den BürgerInnen, Lösungen zu erarbeiten, die unser Land nach vorne bringen.

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