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Green Change: Rezension für deutschen Büchermarkt... Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. September 2010 um 19:17 Uhr

Nun hat mein Buch auch Deutschland erreicht. Die Ekz Bibliotheksservice hat eine Rezension für den deutschen Büchermarkt geschrieben. Ausser dass mein Name falsch geschrieben wurde, ist die Rezension ganz ok.

 

Girod, Bastien:
Green Change : Strategien zur Glücksmaximierung / Bastien Girod. - Oberhofen : Zytglogge,
2010. - 214 S. : Ill., graph. Darst. ; 21 cm
ISBN 978-3-7296-0804-7 kt. : EUR 19.50


Der Ansatz des jungen Politprofis und Umweltwissenschaftlers Girad geht über den
hierzulande propagierten "Green New Deal" hinaus. Er plädiert dafür, die
Glücksmaximierung wieder als Ziel politischen Handelns zu begreifen. Hintergrund sind die
Befunde der inzwischen bekannter werdenden Glücksforschung, dass das subjektive
Wohlbefinden in den Industriestaaten gegenwärtig stagniert und tendenziell abnimmt. Unser
Wirtschaften zerstört zunehmend die Lebenschancen künftiger Generationen, ohne dass es
uns dabei subjektiv besser geht. Der Autor macht viele uns allen wohl bekannte Faktoren
aus, die unsere Glücksbilanz trüben. Wir neigen etwa dazu, den Glücksgewinn durch
Konsum deutlich zu überschätzen. Seine Umsetzungsvorschläge für einen "Green Change"
umfassen alle Lebensbereiche vom Essen über das Wohnen zur Produktion und Mobilität.
Aufschlussreich ist auch die Verwendung spieltheoretischer Modelle, um
Entscheidungsprozesse und Irrwege deutlicher zu machen. Ein origineller, kenntnisreicher
und gut geschriebener Diskussionsbeitrag, der etwas andere Akzente setzt. Ab mittleren
Beständen empfohlen. (2)

 
Schafshirten und Bären (Leserbrief erschienen im Tages-Anzeiger) Drucken E-Mail
Freitag, 09. Juli 2010 um 06:40 Uhr

In der Schweiz ist Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gegen den Abschuss von Bär und Wolf. Das zeigt: Die Existenz dieser Gross-Raubtiere sind für viele eine grosse Freude und ein Zeichen der verbleibenden intakten Natur unserem Lande. Auch kann nicht der Schutz von Gross-Raubtieren wie Löwen, Tiger, Geparden etc. verlangt werden, wenn wir sie bei uns zuhause abschiessen. Wenn Wolf oder Bär für den Menschen gefährlich werden, mag ein Abschuss angemessen sein. Doch die Kreise die heute gegen den Wolf und Bären schiessen, wollen diese in der Schweiz wieder ausrotten. Es genügt ihnen nicht das bereits 5 der 15-20 in der Schweiz lebenden Wölfe abgeschossen wurden. Insbesondere die Argumentation der Schafzüchter ist dabei haarsträubend. Denn nur etwa 1 Prozent der Schafe, welche frühzeitig sterben, werden vom Wolf getötet. Die anderen 99 % verenden meist an Krankheiten, verhungern weil sie im Geröll steckenbleiben oder verunfallen. Und die Schafe die überleben? Sie werden vom Menschen für den Eigenverzehr geschlachtet. Kommt dazu das die Schafszucht massivst staatlich subventioniert wird, auch Dank Unterstützung von SP und Grünen. Diese Unterstützung sollte aber in Frage gestellt werden, wenn die Schafzüchter den Schutz von Bär und Wolf weiter aufzuweichen versuchen und sich einer konstruktiven Lösung verschliessen.

 
Green Change: Online-Vorschau und Rezensionen Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. Juni 2010 um 06:35 Uhr

Vor etwa einem Monat wurde mit der Vernissage im Sphères mein Buch lanciert. Nun ist auch eine Online-Vorschau erhältlich. Bereits sind erste Rezensionen in NZZ, Tages-Anzeiger und anderen Foren erschienen. Eine Rezension der Rezensionen.

NZZ: Diese Rezension scheint mir am besten gelungen. Der Titel der Rezension „Raus aus der Unglücksfalle“ könnte auch Titel oder zumindest Untertitel des Buches sein. Die NZZ anerkennt, dass es sich um ein "besonderes Buch“ handelt. Die gesellschaftlichen Dilemma-Situationen im Teil II werden als „originellster Teil“ des Buches beschrieben. Damit hat die NZZ als bisher einzige erkannt, dass nicht nur die Glücksforschung sondern eben auch der Unterschied zwischen individueller und gesellschaftlicher Rationalität (Gefangenen-Dilemma, Nullsummenspiel etc.) eine zentrale Grundlage für das Buch ist. Link.
Zoon Politicon: Auf Zoon Politicon hat Claude Longchamps das Buch kommentiert. Er war einer der ersten und zeigte damit wie schnell er Bücher nicht nur lesen sondern erfassen kann. Zum ersten Teil des Buches meint er „wirkt wie ein grünes Handbuch für angehende PolitikerInnen“. Genau darum geht es mir in diesem ersten Teil: Meine Erfahrungen weiter zu geben. Auch die anderen Buchteile sind über weite Teile sehr gut wieder gegeben. Link.
Tages-Anzeiger: Der Tages-Anzeiger hat sich vor allem auf die Viertelseite des Buches konzentriert auf welcher ich die Forderung nach einem Glücksunterricht unterstütze (S. 143). Daraus ergab sich aber eine interessante Diskussion, in welcher einige Diskutanten verrieten, dass sie keine Ahnung von der Glücksforschung haben. So SVP-Kantonsrat und Sekundarlehrer Matthias Hauser, welcher meinte die Glücksmaximierung beschleunige den Niedergang des Leistungsgedankens. Da verweise ich Herrn Hauser auf Seite 60 des Buches, wo beschrieben wird, wie Arbeit und Leistung ein wichtiger Beitrag zum Wohlbefinden leisten – ausser die Leute werden gezwungen… Link.
WoZ: Mein Nachbar P.M. rezensierte das Buch für die WoZ. Er meint das das Akzent auf «Glück» vor allem „uns Pensionierten“ gefallen würde. Bisher kamen die positiven Reaktionen zwar vor allem von Jungen, aber diese sind vielleicht einfach schneller im lesen;) Ansonsten greift P.M. verschiedene interessante Ideen auf, wie die Definition des Glücks oder Wirtschaftsschrumpfung. Das Buch gibt hierzu jedoch Antworten, welche unerwähnt bleiben: So wird Glück als Synonym von Wohlbefinden verwendet, als Gegenteil von menschlichem Leid oder der Abwesenheit negativer Emotionen. Das Wirtschaftswachstum ist gemäss meiner Analyse nicht das Problem sondern die fehlende Investitionen für einen ökologischen Umbau und sozialen Ausgleich. Link.
P.S.: Hans Steiger schrieb unter dem Titel „Glück im Unglück?“ wohl die kritischste Rezension für das Zürcher P.S. Den ersten Teil beschreibt er als „…nicht nur eitel, sondern informativ und offen“. Das Ziel der Glücksmaximierung, hier und heute wie auch morgen und anderswo wird als „bemerkenswert“ bezeichnet; um dann aber vor der Illusion eines eigenen Glücks im allgemeinen Unglück zu warnen. Dabei geht es im Buch ausdrücklich um die Rahmenbedingungen, also das allgemeine und nicht persönliche Glück. Um auf den Titel zu antworten: Es geht darum das Unglück zu reduzieren und nicht den persönlichen Weg zum Glück zu leiten… Auf die aufgeworfene Frage wieso nicht „Nachhaltigkeit“ als Massstab genommen wird, würde das Buch (Seite 52/53) eine Antwort geben.

UPDATE vom 29.06.2010: Buchbesprechungen im dialogischen Zeitalter (von Claude Longchamp's Blog)

 
Forschungsaufenthalt an der Universität Utrecht Drucken E-Mail
Donnerstag, 17. Juni 2010 um 09:44 Uhr

Um meine Forschung auf dem Gebiet der Klimaszenarien fortzusetzen, werde ich von Juli 2010 bis Juni 2012 an der Universität Utrecht (Holland) einen Forschungsaufenthalt absolvieren. Mein politisches Engagement in der Schweiz werde ich mit gleicher Intensität – aber teilweise etwas anderen Mitteln - fortsetzen.

An der ETH Zürich habe ich mich während meines Studiums der Umweltnaturwissenschaften (2001-2006), sowie während des anschliessenden Doktorats (2006-2009) intensiv mit den Auswirkungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise auf die Umwelt und umgekehrt beschäftigt. Dabei habe ich mich auf Auswirkungen verschiedener Konsummuster und auf langfristige Klimaszenarien fokussiert. Um diese Forschung weiter zu vertiefen und die globale Entwicklung besser erforschen zu können, ist ein Auslandaufenthalt unabdingbar. Deshalb beantragte ich ein entsprechendes Forschungsprojekt. Letzte Woche habe ich erfahren, dass der Schweizerische Nationalfonds dieses unterstützt und die Forschungskommission der ETH Zürich das beschriebene Projekt als hervorragend bewertet hat. An der Universität Utrecht kann ich mich einer auf diesem Gebiet international führender Forschungsgruppe anschliessen. In den kommenden zwei Jahren werde ich drei Forschungsschwerpunkte verfolgen:
  • Eine engere Verknüpfung der Emissionsszenarien mit verschiedenen Konsummuster
  • Den Einfluss gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen auf die Treibhausemissionen
  • Den Einfluss verschiedener Wohlfahrtskonzepte auf die Beurteilung des Klimawandels
Mein politisches Engagement (Nationalratsmandat, Volksinitiativen, Zentralvorstand Helvetas, Beirat Swiss Cleantech, Parteiarbeit, Green Change und weitere) in der Schweiz werde ich fortsetzen und sicher für eine weitere Legislatur im Nationalrat kandidieren. Dabei kommen mir zwei Faktoren entgegen:
1.      Weiterhin oft in Zürich: Utrecht ist „nur“ ca. 7 Stunden Zugreise von Zürich entfernt und viele Forschungsarbeiten lassen sich ideal im Zug schreiben. So wird es mir möglich sein, neben Sessions- und UREK* Terminen in Bern, auch an lokalen politischen und privaten Veranstaltungen in Zürich teilzunehmen. Auch wenn mein Kopf sich in Utrecht weiterbildet, so bleibt mein Herz in Zürich. Im Schnitt werde ich zwischen den Sessionen etwa alle 14-Tage in Zürich sein.
2.      Die neuen Medien vereinfachen es, von Utrecht aus in der Schweiz präsent zu sein. Dazu werde ich meine Aktivitäten auf dieser Internetseite ausbauen. Auch die Facebook-Präsenz, welche so was wie die virtuelle Strasse darstellt, soll erhöht werden. Dies erlaubt kurze politische Gespräche (Chat), wie sie sonst an Standaktionen auf der Strasse erlebt werden. Schliesslich ist es möglich an gewissen Sitzungen per Skype teilzunehmen.
Den Forschungsaufenthalt habe ich mit den Grünen abgesprochen. Natürlich werde ich in Utrecht auch Wissen erlangen, welches erlauben wird, der Schweizer (Umwelt-)Politik neue Impulse zu geben. So wurde ich beispielsweise bereits eingeladen das niederländische Umweltministerium zu besuchen.
* UREK: Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie
 
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