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Green Change für die 2010er-Jahre (Tagblatt der Stadt Zürich) Drucken E-Mail
Dienstag, 29. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

Die 2000er waren wirklich Nullerjahre. Die neoliberale Globalisierung der 1990er geriet ins Stocken. Nicht unberechtigt, denn sie beschädigte viele kulturelle, soziale und ökologische Werte. Das löste Widerstände aus. Gescheiterte WTO-Verhandlungen, verstärkte nationale Kräfte und religiöser Extremismus sind auch Reaktionen auf eine überstürzte Globalisierung. Ihre Förderer trieben sie nach dem Laisser-faire-Prinzip voran und wollten mit ihr vor allem Handelsschranken abbauen. Am Ende dieser Entwicklung steht die Finanzkrise.


Der gerade gescheiterte Kopenhagener Klimagipfel zeigt, dass eine verbesserte globale Zusammenarbeit nötig ist, um unseren Planeten vor Umweltzerstörungen wie der Klimaerwärmung zu schützen. Dasselbe gilt für die notwendigen wirtschaftlichen Regulierungen – etwa zur Beschränkung von Boni-Exzessen – wie auch für die Prävention von Krieg und Terrorismus. Nach der neoliberalen Globalisierung und dem darauf folgenden Stillstand muss nun eine Globalisierung der ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen der Wirtschaft
folgen.


Der vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ernannte wissenschaftliche Wirtschaftsrat um den Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat erkannt, wie entscheidend es ist, dass wir bei der Beurteilung unserer Wohlfahrt endlich aufhören, das Bruttoinlandprodukt als zentrales Kriterium anzuwenden. Stattdessen gehört das Wohlbefinden der Menschen stärker ins Zentrum. Nicht nur hier und heute, sondern auch morgen und anderswo. Was das für die Politik und die Schweiz bedeutet, ist zentrales Thema meines Buches mit dem Titel «Green Change», das im Frühling in die Buchhandlungen kommt. Bereits heute kann man es auf meiner Internetseite vorbestellen.

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