Argumente für Nomination

Nach zahlreichen Gesprächen zur Stadtratskandidatur erlaube ich mir hier die wichtigsten Argumente zusammen zu fassen:

  1. Zweiten Sitz holen: Die Herausforderung den zweiten Sitz für die Grünen zurückzuholen darf nicht unterschätzt werden. Bei den Stadtratswahlen 2014 erreichten sowohl die CVP-Vertreter als auch die FDP-Hardliner mehr Stimmen als rot-grüne Kandidaten. Bei den Ständeratswahlen 2015 hingegen habe ich in der Stadt Zürich deutlich mehr Stimmen als der wohl populärste bürgerliche Politiker, Ruedi Noser, geholt. Deshalb haben auch der Tages-Anzeiger und die NZZ resümiert, dass ich realistische Wahlchancen habe.
  2. Grüne Anliegen voranbringen: Unsere Grünen Anliegen voranzubringen ist nicht einfach, selbst wenn die politischen Mehrheiten da sind. Das zeigt sich in der Stadt Zürich. Trotz klarem JA zu mehr Grünräumen, 2000-Watt-Gesellschaft und Velo-Förderung kommen diese Anliegen nur schleppend voran. Bei meiner Forschung an der ETH zu genau diesen Themen habe ich gelernt, wie sich grüne Anliegen effektiv umsetzen lassen. Dank meiner politischen Erfahrung in Gemeinde- und Nationalrat kann ich Lösungen auch im politischen Prozess durchsetzen und Angriffe von Medien und politischen Gegner abwehren. Damit ich ein städtischen Departement erfolgreich führen kann, absolviere ich zudem aktuell eine 18-monatige “General Management”-Weiterbildung für Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung an der Uni Zürich.
  3. Erfolgreichen Wahlkampf: Der Stadtratswahlkampf ist auch für den Erfolg bei den Gemeinderatswahlen, dem Stadtparlament Zürich, wichtig. Hier müssen wir Stimmen dazu gewinnen, um eine rot-grüne Mehrheit zu sichern. In vergangenen Wahlkämpfen haben gezeigt, dass ich grüne Themen auf die Agenda der öffentlichen Debatte setzen und diese Diskussionen zu unseren Gunsten beeinflussen kann. Dass davon die Grünen auch bei den Gemeinderatswahlen profitieren könnten, zeigte bereits mein Einstieg in die Politik: Als ich 2006 für die Jungen Grünen für den Stadtrat kandidierte, legte die Gemeinderatsliste der Grünen in meinem Kreis um 6 Prozent zu. Der Tages-Anzeiger sprach vom «Girod-Effekt».  Seit 2006 habe ich bezüglich Wahlkampf einiges dazu gelernt, weshalb ich überzeugt bin, auch 2018 zu einem guten Abschneiden der Grünen beitragen zu können.

Die zwei Einwände gegen meine Nomination, die ich höre, stehen nicht auf sehr starken Füssen:

  1. Frauenanteil: «Die Grünen sollten eine Frau nominieren» höre ich teilweise als Einwand. Hierzu scheint mir wichtig zu wissen, dass mit Katharina eine engagierte Grüne Frau in den Nationalrat nachrücken würde, sollte ich in den Stadtrat gewählt werden. Weil es um die Chancengleichheit auf der Bundesebene deutlich schlechter bestellt ist, wäre es eine gute Gelegenheit dort mit Katharina für dieses Anliegen Druck zu machen.
  2. Wirkung in Bern: «Du kannst in Bern mehr bewirken» ist der häufigste Einwand, den ich höre. Klar, ich kann im Nationalrat einiges bewegen, und theoretisch wäre das Potential um Grüne Anliegen voranzubringen auf Bundesebene hoch, doch die politischen Mehrheitsverhältnisse sind sehr knapp, weshalb nur kleine Schritte möglich sind. Ich merke daher, dass ich nur einen kleinen Teil meiner Fähigkeiten zur Umsetzung grüner Anliegen einbringen kann. In der Stadt Zürich sind die politischen Mehrheiten gegeben, um meine Kompetenzen sehr effektiv einzubringen. Es hätte ausserdem eine grosse Strahlkraft auf die nationale Ebene, wenn wir in Zürich aufzeigen, wie sich Grüne Anliegen umsetzen lassen und wie das Leben der Menschen in einer Stadt dadurch ganz konkret verbessert wird.

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