Arbeitslosigkeit, Trump und Quartier-Feeling

In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit gemäss jüngstem Sorgenbarometer die grösste Sorge. Deshalb ist es wichtig aus dem US Wahlkampf zu lernen und bessere Antworten auf die Globalisierung zu präsentieren, als dies Hillary machte.

Dass sich viele Arbeiter/innen von Hillary abwendeten, hat auch mit ihrem Einsatz für mehr Freihandel zu tun. Ein Freihandel der zwar in der Theorie mehr Wohlstand bringt, aber in der Realität für viele Menschen mehr Stress bedeutet. Die rasche Globalisierung, verlangt rasche Anpassung. Wer nicht genug flexibel ist, sich nicht weiterbildet riskiert rasch einmal seine Arbeitsstelle.

Erst einmal ist klar zu stellen, dass die Globalisierung nicht per se gut ist. Wo sie den Menschen mehr schadet als nützt ist sie mit geeigneten Massnahmen einzuschränken. Der Freihandel darf nicht dazu führen, dass unsere Unternehmen und Bauern durch Öko- und Sozial-Dumping aus dem Markt gedrängt werden. Deshalb braucht es unter anderem die Fair-Food-Initiative. Und die Personenfreizügigkeit darf nicht dazu führen, dass hier Menschen ihre Stelle verlieren. Deshalb machen aktuell im Parlament diskutierte Massnahmen wie ein Vorrang für inländische Arbeitslose (ob Ausländer oder Schweizer) Sinn.

Schliesslich werden in einer immer globaleren Welt die lokalen Wurzeln wichtiger. Ein Ort wo man sich zuhause fühlt. Ein Quartier das funktioniert. Während sich das früher aufgrund der Kleinräumigkeit der Wirtschaft von alleine ergab, braucht es heute politische Unterstützung. Dazu leisten beispielsweise die Quartierzentren einen wichtigen Beitrag. Oder auch Mindestanteile für gemeinnützige Wohngenossenschaften wie in Kalkbreite, Hunzinkerareal und bald auch Greencity bringen das Quartier-Feeling zurück.

 

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